Sportverein Schopfheim 1912 e.V.

 

 

SVS steht vor Mammutaufgabe Sportheim-Finanzierung


Sportverein muss 300 000 Euro zum Neubau beisteuern / Neues Vorstandstrio soll die Aufgabe meistern.


Lutz Tyburzy (links), Tesfaldet „Tessy“ Reda (Mitte) und Dietmar Matt führen den Sportverein künftig als gleichberechtigte Vorsitzende. Foto: Hege

 

SCHOPFHEIM (hjh). Ein neu zusammengewürfeltes Trio führt den Sportverein Schopfheim in die kommenden Jahre, die geprägt sein werden vom Bau des neuen Sportheims. Derzeit sind dafür Kosten in Höhe von 900 000 Euro veranschlagt, von denen die Stadt nach einem Gemeinderatsbeschluss 600 000 Euro übernehmen wird. 300 000 Euro muss der Verein mit Dietmar Matt, Tesfaldet Reda und Lutz Tyburzy an der Spitze aufbringen. Eine stattliche Summe, an der sich der Badische Sportbund mit einem Zuschuss in noch unbestimmter Höhe zu beteiligen versprach. Vorgesehen sei, den Großteil der Restkosten über Eigenleistungen zu finanzieren.

Neubau Sportheim: Eine Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit Pläne, die den Anforderungen der Genehmigungsbehörden entsprechen müssen. Brandschutz und Barrierefreiheit seien schon Hürden, die immer höher werden, und laut Andreas Gsell, einem der Raumplaner des SVS, die zu erwartenden Baukosten so in die Höhe treiben, dass die bisherige Finanzplanung bereits ins Wanken gerät. Dazu kommen noch Anforderungen wie etwa eine zweite Schiedsrichterkabine oder eine Nutzbarkeit der Sanitärbereiche für Frauen und Männer, die der Sportbund verlangt, ganz zu schweigen von den übrigen Vorschriften, die zum Betrieb eines modernen Sportheims einzuhalten sind. Lutz Tyburzy, einer der beiden neuen im Vorstandstrio, beschrieb bei der Hauptversammlung am Mittwoch im "gefühlt 300 Jahre alten" Sportheim im Oberfeld ganz grob den Neubau, der 22 mal 12 Meter Grundfläche besitzen soll und zwei Etagen haben wird, die ebenerdig ans bisherige Domizil angebaut werden. In der zweiten Phase werde das Erdgeschoss des alten Gebäudes abgerissen. Das Untergeschoss soll erhalten und weiter genutzt werden. Die freie Fläche darüber werde überdacht und diene später als große überdachte Terrasse. Details würden nun in Zusammenarbeit mit einem Architekten erarbeitet, versicherte der Vorstandssprecher, dessen Team versuchen will, einen Idealisten für das Projekt zu gewinnen, um da bereits Kosten anzusparen. Schließlich sei auch die Eigenleistung nicht mehr so leicht zu organisieren, gab Andreas Gsell zu bedenken, der daran erinnerte: "Früher waren in jedem Verein mindestens 50 Prozent der Mitglieder Handwerker. Heute haben wir 80 Prozent Studenten."

Rückblick: Die scheidende Vorsitzende Barbara Sandvoß legte den 1100 Mitgliedern, die der SVS aktuell zählt, ein letztes Mal Rechenschaft ihrer Arbeit ab. Zahlreiche Sitzungen habe es gegeben, in denen die Weichen in Richtung Neubau des Sportheims endlich gestellt werden konnten.

Parallel dazu aber habe es auch erfreuliche sportliche Leistungen der Mitglieder in den noch vier aktiven Abteilungen Fußball, Jedermänner, Tischtennis und Tennis gegeben. Besonders herausgehoben werden dürfe der Aufstieg der Ü 60-Tennismannschaft in die zweithöchste deutsche Spielklasse sowie die außergewöhnlichen Erfolge von Tennisspielerin Lucia Sutter. Folgerichtig kürte der SVS die junge Dame zur Sportlerin des Jahres. Und selbstverständlich wurden die Herren-60 vom SVS-Vorstand zur Mannschaft des Jahres erkoren, ehe Geschäftsführer und Kassierer Jürgen Lauber von weiter gestiegenen Kosten für die Heizung (plus 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2015) im maroden Sportheim berichtete.

Wahlen:
Dietmar Matt, Tesfaldet Reda (Tessy) und Lutz Tyburzy führen den Sportverein künftig als gleichberechtigte Vorsitzende. Jürgen Lauber bleibt Kassierer und Schriftführer, Barbara Sandvoß, Katrin Pochert und Andreas Gsell bleiben dem Verein als Beisitzer erhalten. Als Kassenprüfer fungieren Manuel Krug und Marianne Röder.

Und im Ehrenrat darf der SVS weiter auf Helga Isenmann, Claus P. Huber und Lotte Schneider zählen.